TREKKING
ROCCASTRADA
Die Wanderwege (Trekking) von Roccastrada,
sind voneinander unabhängige Pfade, die in verschiedenen Zonen der
Hügel- und Mittelgebirgslandschaften, zwischen 110 und 800 m. über
dem Meeresspiegel, verlaufen. Der insgesamte Höhenunterschied beträgt
ca. 10.000 m. Die insgesamte Länge der Strecken, Saumpfade und Karrenwege
des "Trekking Roccastrada" sind 146 km. Diese Wege sind,
außer einigen steilen Strecken, nicht besonders schwer zu begehen
und befinden sich vorwiegend in den Wäldern der typischen Hügellandschaft
des Mittelmeeres.
Eigenschaften
der Umwelt Die Wanderwege des
Trekking Roccastrada befinden sich in der Maremma Grossetana (trockengelegte
Moorlandschaft), auf den Hügeln, die ehemals den antiken See "Prile"
eingerahmt haben, bis in das Farma-Flusstal, welches die Provinz
von Siena und Grosseto abgrenzt. Man kann hier Gegenden mit verschiedenen
und interessanten Besonderheiten betrachten. Botanisch gesehen gibt
es Zonen
Mit degradiertem Niederwald, wie zum Beispiel in
Montemassi, zwischen mittelmeerländlichen Eichen- und Laub-Mischwäldern,
Kastanienhainen, bis zu dem Buchenwald von Monte Alto, Sassoforte
und der Farma. Dieses Flusstal wird zu Naturschutzgebiet ernannt
werden, da es einige außergewöhnlichen Eigenschaften besitzt, wie
z.b. die Eibe oder den Bergmolch, die uns an kühleres Klima und
die Eiszeit erinnern. Exemplare, die nur aufgrund ihrer Isolierung
von der restlichen Umwelt bis heute überleben konnten. Dieses Gebiet
ist naturalistisch gesehen besonders reich an Tierarten, wie z.b.
Damhirsche, Rehe, Wildschweine, Füchse, Stachelschweine, Turmfalken,
Mäusebussarden und außerdem den sehr seltenen Fischottern und Wildkatzen.
Hier wandert man auf den uralten Wegen, unter anderem
die Strasse des Eisenwerks, längs der Farma, an Bächen oder Hügelgraten
entlang, bis in die Höhe von 800 Metern (Sassoforte und Monte Alto).
Von den unzähligen Ausblickspunkten, die auch in den Dörfern vorhanden
sind, ist Sassoforte der großartigste: von hier aus kann man bis
zu den Inseln der Toskana und Korsika, und nach Siena und den metallhaltigen
Hügeln sehen. Sassoforte mit seiner gleichnamigen Burg, Roccatederighi
und das berühmte Schloss von Montemassi (auch Schloss von Guidoriccio
genannt), sind in dieser begrenzten Umgebung, ein Beispiel für schwer
wiederholbare Befestigungen, mit verschiedenen architektonischen
und urbanistischen Eigenschaften.
Wandern in den
verschiedenen Jahreszeiten
Die Wanderpfade Trekking Roccastrada sind zu jeder Jahreszeit begehbar
und auch die Nutzung der Rastplätze ist kein Problem, da sie dem
Wanderer ganzjährig zur Verfügung stehen. Im Sommer könnte die Hitze,
besonders in der Gegend von Montemassi und Roccastrada Richtung
Bahnhof, etwas schwer zu ertragen sein, aber ansonsten sind die
Dörfer in ca. 500m. Höhenlage und die Berge Sassoforte und Monte
Alto (800m.), das Farma- Flusstal mit seinen frischen Wasserfällen,
angenehm kühl für den Wanderer. Herbst und Frühling sind die besten
Jahreszeiten um die Schönheit dieser Gegend zu erleben. Bei meist
gutem Wetter kann man die Vielseitigkeit der Farben bewundern: zwischen
unendlichen Grünschattierungen und den unzähligen Farben der Frühlingsblumen,
gibt es gelb, braun und im Herbst Rot-Töne. Die Wege sind auch im
Winter faszinierend, da sie immer neue Perspektiven eröffnen. Zu
dieser Jahreszeit ist der Panoramablick besonders schön: bei überwiegend
klarem Wetter erkennt man in der Ferne die Inseln, Korsika und auch
Siena und die metallhaltigen Hügel. Außer wetterbedingten Schwierigkeiten,
wie z.b. plötzliche Windböen, Temperatursenkung oder das frühzeitige
Aufkommen der Dunkelheit, gibt es keine besonderen Probleme. Es
könnte eventuell auch gefährlich sein, einen Bach nach längerem
Regen zu überqueren, was somit zu unterlassen ist. Die Strecken,
bei denen eine besondere Vorsicht angebracht ist, sind Belagaio-Torniella
(in der Gegend vom Eisenwerk), Regoni-Sassoforte und Roccatederighi
(Gegend "la Pietra"), denn momentan gibt es noch keine
Alternativen um den Fluss Farma zu überqueren. Abgesehen dieser
wenigen Ausnahmen, sind alle Wanderwege für jeden geeignet und zu
jeder Jahreszeit begehbar.
Die Vegetation
Aufgrund der geologischen und geomorphologischen
Vielseitigkeit, ist die Pflanzenwelt im Gemeindegebiet Roccastradas
sehr verschiedenartig. Die Vegetationstypen können grob gesehen
in 3 Hauptgruppen eingeteilt werden: in der Ebene Ackerland, in
den Hügeln ist das Land sowohl von landwirtschaftlicher Nutzung
als auch bewaldet und in der Hügel- und Berglandschaft dominieren
die Wälder. Im Schwemmland der Bruna", zwischen Sticciano
und Ribolla, ist das meiste Gebiet bebaut. Zwischen den viereckigen
Feldern mit künstlichen Gräben, ist von dem ursprünglichen Vegetationstyp
nicht mehr viel zu sehen. Es ist nur wenige Jahrhunderte her, als
es hier noch Ulmenhaine, Wälder mit südländischen Eschen und wasserliebenden
Pflanzen gab. Was die Bäume betrifft, hat es sowohl die typischen
Arten der Gegend (Eiche, Korkeiche, Schwarzpappel), als auch exotische
Exemplare (Zypresse, Robinie, Eukalyptus, Ailanthusbaum, Aleppo-
Kiefer und Pinie), an deren Eingeborenheit man zweifelt, da diese
Bäume spontan nur an der Küste vorkommen. In Montelattaia gibt es
noch Reste eines riesigen Korkeichen- Anbaus. Es handelte sich früher
um gepflegte Eichenhaine, die gleichzeitig als Weideland benutzt
wurden, wie es noch heute im Naturpark Maremma zu sehen ist. Anstelle
von dieser Art Anbau, der heute nicht mehr betrieben wird, ist jetzt
Saatland zwischen schmalen Streifen mit Korkeichen, die als Windschutz
stehen gelassen wurden, zu sehen. Im Unterholz hat sich ein dichtes
Gebüsch aus Brombeersträuchern, Erika und Cytisus Scoparius gebildet.
Mit dieser Vegetation haben Waldbrände ein leichtes Spiel: jährlich
verbrennen viele Portionen dieser Korkeichenhaine.
Die bewaldeten Zonen befinden sich hauptsächlich
im nördlichen Teil der Gemeinde: in der Hügellandschaft von Montemassi,
am Strom Follonica, im Farma-Flusstal und an den Abhängen des Sassoforte,
Monte Alto und im nördlichen Teil von Monteleoni.
Es handelt sich überwiegend um natürliche Vegetation,
die in den letzten Jahrhunderten nur ab und zu abgeholzt wurde.
Im nördlichen Teil des Sassoforte gibt es jedoch auch eine exotische
Pflanze, denn verlassenes Ackerland wurde hier mit Schwarz- Kiefer
bepflanzt. Manchmal wurden spontan vorkommende Vegetationstypen,
die eine besondere Nutzung haben bevorzugt, indem man die anderen
Pflanzen abholzte, wie es z.b. in Korkeichen und Kastanienwäldern
üblich war. Auch die Strand- Kiefer wurde angebaut. Je nach Erdbodenzusammensetzung,
Höhe und Lage ist die Vegetation sehr verschieden. Was die Wälder
betrifft, sind die immergrünen mittelmeerländlichen Eichenhaine
am verbreitetsten. Es dominieren Stein- Eiche, Westlicher Erdbeerbaum,
Manna- Esche und in Kies- haltigem Boden die Korkeiche. Unter den
Sträuchern des Unterholzes befinden sich die Mittlere Steinlinde,
Steinlorbeer, Stechender Mäusedorn, Mastixstrauch und in den wärmeren
Zonen Echte Myrte. Die Schlingpflanzen sind hauptsächlich der sogenannte
Strappaborse", Rosa sempreverde" und Kletten-
Krapp. Im Frühling und Herbst schmücken Efeublättrige Alpenveilchen
mit ihren Blüten den Wald. An den Straßenrändern und in zu stark
ausgenutzten Gegenden ist eine Abtragung der Wälder zu sehen. In
diesen degradierten Zonen haben sich Zistrosen wie Trifoglino
irsuto" und Strohblumen ausgebreitet. Die Salbeiblättrige Zistrose,
Erika, wilder Lavendel und manchmal Besenheide, bevorzugen Kieshaltige
Erde. Ein Beispiel dieses zuletzt beschriebenen und weit verbreiteten
Vegetationstyps, ist im Korkeichenhain von Peruzzo, bei Montemassi
zu sehen. Bei höheren Quoten und im Norden befinden sich Laubbaummischwälder
. Auch hier hat es je nach Lage und Erdart viele Variationen. Bäume,
die unabhängig von der chemischen Zusammensetzung des Bodens überall
wachsen sind meist Zerr- Eichen, Manna- Eschen und Speierling. Im
mit Weißdorn, Efeu und Schlehe zugewachsenem Unterholz gibt es Weiße
Veilchen und manchmal rote Lilien.
An feuchteren und kühleren Stellen wachsen außerdem
die weiße Hainbuche, Haselnusssträucher, europäischer Spindelbaum
und was die Gräser betrifft Anemonen, Primeln manchmal auch gemeine
Akelei, Immergrün und wilde Glockenblumen.
Bäume, die vor allem kalkreiche Erde bevorzugen
sind die schwarze Buche und die Eiche, die Sträucher Feld- Ahorn,
Liguster, Kornelkirsche, Pyracanta Coccinea und die Schlingpflanze
echtes Geißblatt. Zwischen den Graspflanzen wächst die Lippia Citrodora,
Immergrüner Kreuzdorn und die venezianische Platterbse.
Auf kieselhaltigem Boden sind sowohl Kastanienwälder
mit Elsbeerbaum, der Dalechamps- Eiche als auch Erika und Stechpalme
häufig. Die Gräser Adlerfarn, Echter Gamander, Wald- Schwingel und
Gemeine Goldrute verleihen hier dem Wald ein besonderes Aussehen.
Der Verfall der Laubbäume ist auf kalkhaltiger Erde selten und betrifft
meist nur Böschungen oder Nutzland, wo der Vegetationstyp den verfallenen
Eichenwald-Zonen ähnelt, mit Ginster, Spik- Lavendel und italienischer
Sandblume. Auf kieshaltiger Erde aber, haben sich große Heidegebiete
gebildet, die aufgrund des absterben der Kastanienbäume durch die
Pilzerkrankung Endotia Parasitica (auch Kastanienkrebs genannt),
entstanden sind. Diese Zonen, die man örtlich brantalai (abgeleitet
von brugo) nennt, sind zur Aufforstung mit Strandkiefern bepflanzt
worden. Hier wachsen Ginster tubercolosa" und in der
Nähe von Roccatederighi Europäischer Stechginster. Weit entfernt
vom Ackerland, an Bächen entlang, ist der Vegetationstyp in ganz
Italien vom Aussterben bedroht. Die Wälder an den Flussufern bestehen
aus Weiden, Pappeln, Erlen, Eschen und Ulmen. Oft gibt es auch wilde
Äpfelbäume, Linden, Eingriffligen Weißdorn, wilden Wein und Hopfen.
Diese Art Wald war früher in den Schwemmländern der häufigste Vegetationstyp,
ist jetzt aber von den Anpflanzungen der Schwarzpappel und der Halsband-
Pappel, der wuchernden Robinie, die 1600 zur Holzproduktion eingeführt
wurde, ersetzt worden. .
In diesem Gesamtbild sind außerdem für diese Region
und Höhenlage seltene Biotypen anzutreffen. Es handelt sich um Eibe,
Buche und Buchsbaum. Buchen und Eiben sind Gebirgspflanzen, die
in der italienischen Halbinsel normalerweise nicht unter 800 m.
Höhenlage wachsen. In der Gemeinde Roccastradas, im Farmatal jedoch,
bei nur 200 m. Höhe, wachsen beachtliche Exemplare, sowohl was die
Menge, als auch die Größe betrifft.
Die Eibe trifft man spontan auch am Flüsschen Lanzo,
an der Seguentina und am Monte Alto an. Auf diesem Berg, wie auch
im nördlichen Teil des Sassoforte befinden sich außerdem imponierende
Buchenwälder.
Der Buchsbaum ist eine immergrüne Strauchpflanze,
die in West-Europa in Südfrankreich und Nordspanien, in Ost-Europa
innerhalb der balkanischen Halbinsel einheimisch ist. Diese Zonen
sind von seltenen Gegenden verbunden, in denen man diese Pflanze
antreffen kann. In der südlichen Toskana sind diese Zonen sehr selten
und der spontan wachsende Buchsbaum gilt hier als Überrest der Tertiärzeit.
Einer dieser Orte befindet sich in der Nähe des Belagaio, am Bach
Lanzo entlang.
In der Hügellandschaft, meist auf Lehm- oder kalkhaltigem
Boden bilden die Waldabschnitte zwischen dem bearbeitetem Land,
ein bezauberndes Mosaik. Die unregelmäßigen Felder, meist mit Olivenhainen
oder Getreide bebaut, sind von hohen Hecken (Überbleibsel des natürlichen
Waldes) eingerahmt. Oft bleiben große Landoberflächen unbepflanzt
und werden als Weide für das Vieh benutzt. Jahrhundert-alte Eichen,
die vereinzelt auf diesen Feldern stehen, erinnern uns noch heute
an die ursprünglichen Wälder.
Die Tierwelt
Aufgrund des unebenen Geländes, ist dieses Land
schwer zu erodieren. An den Wasserläufern befinden sich meist Schluchten
und an vielen Stellen weist der Wald eine besonders reiche Fauna
auf. Die meisten wilden Tiere haben heute große Überlebensprobleme
und viele sind sogar vom Aussterben bedroht. Wildschweine und Füchse
haben sich jedoch angepasst und somit sind einige Probleme entstanden.
Die Anpassungsfähigkeit beider Tiere liegt wahrscheinlich
zum Grossteil an den Nahrungsgewohnheiten: Beide sind Allesfresser,
die sich sowohl von Fleisch, als auch Pflanzen ernähren. Das Wildschwein
frisst hauptsächlich wildes oder angebautes Obst, Getreide, Hülsenfrüchte,
Knollen und Wurzeln, aber auch in der Proportion von 10-15%, Kleintiere,
Insekten und Weichtiere. Der Fuchs ernährt sich meist von Froeschen,
Insekten, Aas und Kleintieren, vor allem Mäuse und Ratten, von denen
er jährlich bis zu 5000 Exemplaren verspeist. Im Sommer und Herbst
jedoch beinhaltet seine Nahrung auch Obst und wilde Beeren, die
in einigen Regionen sogar sein Hauptfutter sind. Auch die Unternehmungslust
hat zur Überlebensfähigkeit beider Tiere beigetragen: der Fuchs
lebt oft an Stadträndern. Das Aussterben seiner natürlichen Feinde
hat zu seiner weiten Verbreitung beigetragen, was die Tollwut begünstigt.
Die Tollwut (rabbia silvestre) hat sich von Sibirien Richtung Westen,
momentan bis zu den Pyrinaeen ausgebreitet (in Italien gab es den
ersten Fall 1977 in der Valle Aurina und ist heute bis ca. dem Fluss
Po gekommen).
Das Wildschwein, auch aufgrund des Mangels an natürlichen
Feinden und seiner Unternehmungslustigkeit weist eine andere Problematik
auf: Es schädigt, manchmal sogar in ziemlich großen Ausmaß, das
bebaute Land. Das Umwühlen mit dem Rüssel ist auf unbebautem Land
nicht schädlich, hat aber in einigen Gebieten Italiens ein so großes
Ausmaß angenommen, dass sogar die Regeneration der Wälder in Gefahr
ist. Dies passiert meist in Naturpärken, wo weder natürliche Feinde,
noch das Jagen die Anzahl dieser Tiere limitieren. Im Park Parco
naturale dAbruzzo" z.b. heißt es, dass die Wiedereinführung
des Wildschweins für den Bär schädlich ist, da es ihm Nahrung und
Ruhe raubt.
Da im Gebiet der Gemeinde Roccastradas die Jagd
schon immer erlaubt ist, ist zwar das eingeborene marremmanische
Wildschwein ausgerottet worden, nachdem man wie auch in der restlichen
Maremma neue Rassen eingeführt hat, dafür hat diese Aktivität aber
zu einem Gleichgewicht beigetragen, das man an der sehr reichen
und verschiedenartigen Fauna sieht. Außer dem Wildschwein, sind
auch Huftiere einheimisch, wie der Damhirsch (nur in eingezäunten
Wäldern), oder Rehe, die man im ganzen Territorium sehr häufig antreffen
kann. Fleischfressende Tiere, die hier noch zahlreich leben, sind
außer dem Dachs, der nur in bestimmten Zonen anwesend ist, Mauswiesel,
Steinmarder, Iltis und Marder. Sogar die Wildkatze ist in den Wäldern
Belagaio und Monte Leoni beobachtet worden, während es nicht sicher
ist, ob an der Farma und der Farmulla noch Fischotter anzutreffen
sind. Das größte hier zahlreich lebende Nagertier, ist das Stachelschwein:
es steht unter Naturschutz, da es vom Aussterben bedroht ist. Charakteristisch
sind seine langen schwarz- weiß gestreiften Stacheln, die es bei
Gefahr aufstellt. Kleinere Nager sind Eichhörnchen, in diesem Gebiet
ziemlich leicht zu beobachten, Hasen und die winzigen, wie die Haselmaus,
der Siebenschläfer, rote Feldmaus, Feldmaus und Hausmaus. An insektenfressenden
Säugetieren sind hier viele Arten einheimisch, der bekannteste von
allen ist der Igel, dann die Spitzmausarten (z. b. Wasserspitzmaus
und kleine Spitzmaus) und andere Kleintiere. Verschiedene Arten
an Raubvögeln (sowohl Tag-, als auch Nacht-aktive) sind vorhanden.
Zwar sind diese Tiere nicht selten, aber auf jeden Fall schön zu
beobachten, besonders während des Fluges. Der Turmfalke brütet auf
den Felsen hinter dem Schloss von Belagaio, auch der Wanderfalke,
die Weihe und der Mausebussard (hier die häufigste Falkenart) sind
einheimische Nistvögel.
Außerdem sind Gabelweihen, Rohrweihen, Baumfalken
und was die Nachtvögel betrifft Waldohreulen, Steinkäuzchen, Schleiereulen
und Waldkäuzchen anwesend. In der Nacht kann man auch andere Flügeltiere
beobachten, nämlich 3 verschiedene Fledermausarten: Miniopterus
schreibersii, Grosse und Kleine Hufeisennase. In den Wäldern dieser
Zone leben zahlreiche Vögel, wie z.b. der Grüne Specht, den man
an den Löchern in den Baumstämmen und an seinem charakteristischen
Ruf erkennt, oder der auffällige Eichelhäher, die auch Waldwache"
genannt wird, da dieses Tier die anderen Waldbewohner vor eventuellen
Gefahren oder Eingedrungenen warnt. In den bebauten oder unbewaldeten
Gebieten, leben weitere Rabenvögel (corvidi), die Nebelkrähe und
Dohle, welche sich auch, wie es allgemein bekannt ist, gerne in
Städten und Dörfern einsiedelt. Andere Vogelarten fallen durch ihren
besonderen Lockruf auf, wie der Kuckuck, oder aufgrund Ihres besonders
schönen Gefieders: der Wiedehopf mit dem aufrichtbaren Federfächer
am Scheitel, der Fasan, oder der Eisvogel und Bienenfresser mit
sehr farbenfrohen Federn. Weitere nennenswerte Vögel sind Mittelspecht,
Wasseramsel, Kappenammer, Ziegenmelker, dann die Amsel und Zugvögel,
die mit Ringeltauben und Waldschnepfen von den Jägern besonders
verfolgt werden, wie Pirol, Bachstelze, Rotkelchen, Nachtigall und
eine große Anzahl an Sperlingsvögel, unter anderem Würger, Feldlerchen,
Stare, Spatzen bis zur Rauchschwalbe, die im Sommer in Städten und
an Landhäusern und Ställen nistet.
Viele Reptilien bewohnen diese Gegend, wie z.b.
die Viper, bei der Vorsicht gefragt ist, nicht aber übertriebene
Angst, oder sogar der Verzicht auf einen Spaziergang, da diese Schlange
nur beisst, wenn sie sich bedroht fühlt;
Neben dieser Schlange leben hier außerdem verschiedene
Natter- Arten, Blindschleichen und an den Wasserläufern die Ringelnatter.
Smaragdeidechse, Mauereidechsen und Feldeidechsen sind sehr zahlreich:
Diese Tiere sieht man bei schönem Wetter überall, wie sie sich auf
Steinen sonnen. Ein weiteres Reptil, ruhig und sympathisch, ist
die Schildkröte.
Der Bergmolch hat in der südlichen und isolierten
Zone der Gemeinde Roccastradas, im Tümpel Troscia (in der Nähe des
Schlosses von Belagaio) und nur aufgrund des besonderen Ökosystems
und Klimas eine Überlebenschance gefunden. Dies hat dazu beigetragen,
dass auch verschiedene Froscharten und andere Lurchtiere, wie der
Salamander überlebt haben. Dieses Tier ist eine Besonderheit, da
es sehr empfindlich ist, was die Ionisierung des Wassers betrifft
und erträgt somit keine Umweltverschmutzung (Abwasser). Zuletzt
noch einige Worte, was die zahlreichen Fische angeht: In der Farma
leben viele Forellen, die besonders klares und sauberes Wasser benötigen.
Andere häufig vorkommende Arten sind Chondrostoma genei,
Leuciscus cephalus und Alburnus albidus.
Tabelle
der Wanderwege des Trekking:
Streckenlänge, Höhenunterschiede, Wanderzeit
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